Krankheit beginnt nicht erst dort, wo der Körper Symptome zeigt. Sie beginnt dort, wo sich immer mehr in den Kopf verlagert und immer weniger im eigenen Körper ankommt. Gedanken kreisen. Anspannung wächst. Reaktionen werden schneller und dichter. Der Denkapparat arbeitet weiter, während der Körper immer weniger einbezogen wird. Genau daraus entsteht der Stress, um den es hier geht. Damit ist nicht jede Krankheit auf eine einzige Ursache reduziert. Krankheit hat viele Ursachen. Dieser Beitrag beschreibt einen bestimmten Zusammenhang: Was im Kopf geschieht, bleibt nicht folgenlos, wenn der Körper immer weniger beteiligt wird. Der Körper ist kein Zubehör zum Denken. Er ist wesentlich. Wird er nicht mitgenommen, entsteht Trennung zwischen Psyche, Denkapparat und Körper. Genau an dieser Stelle beginnt der Bruch. Der Kopf übernimmt, der Körper bleibt zurück Der moderne Alltag verlangt vor allem Denken, Reagieren, Planen und Funktionieren. Der Kopf wird ständig beschäftigt. Der Körper so...
Ein angenehmes Gefühl beginnt nicht dort, wo wir etwas positiv bewerten. Es beginnt dort, wo eine Bewegung von außen angenommen wird und durch den Körper gehen kann. Genau das verändert, was wir unter Gefühl verstehen. Wir sprechen oft von „meinen Gefühlen“, als wären Gefühle etwas, das in uns liegt und uns gehört. Doch Gefühl ist kein Besitz. Es geschieht als Bewegung, die uns erreicht, aufgenommen wird und sich im Körper fortsetzen kann. Diese Bewegung kann durch eine Begegnung, einen Blick, eine Stimme, Nähe, Musik oder andere Information ausgelöst werden. Entscheidend ist nicht nur, was von außen kommt, sondern was geschieht, sobald diese Bewegung auf uns trifft. Bleibt sie in Bewertung, Erwartung oder Gedanken hängen, wird der Körper kaum mitgenommen. Kann sie dagegen an-genommen und weitergetragen werden, verändert sich die Erfahrung. Der Körper wird nicht umgangen. Die Bewegung kann durch ihn hindurchgehen. Gefühl ist Bewegung Gefühl hat in diesem Verständnis mit Bewegung zu tun...